Donnerstag, 2. Juli 2009

Der König lebt!

Nach gründlichster Recherche und heimlichen Treffen mit düsteren Informanten kann ich nun guten Gewissens der Unmenge von Falschmeldungen widersprechen, die seit Tagen überall zu lesen sind. Michael Jackson, seines Zeichens King of Pop, wurde von der Allgemeinheit fälschlicherweise für tot erklärt. Da dieser Blog sich nicht als ein Käseblatt unter vielen versteht sondern vielmehr als Qualitätsmedium, das in erster Line der Wahrheit verpflichtet ist, müssen die Tatsachen klar auf den Tisch gelegt werden: Michael Jackson ist nicht tot!

Sein ursprünglicher Plan war, seinen Tod zu inszenieren um dann, bei einer gross angelegten Beerdigungsfeier mit hundertausenden Fans aus dem Sarg zu springen und mit dem Lied Thriller die grösste Show aller Zeiten zu beginnen. Dieser Plan hätte die Popwelt revolutioniert und die zweite Hälfte seiner Karriere noch strahlender gemacht als die erste. Doch nachdem sein Tod verkündet war und er sich dorthin zurückzog wo alle totgeglaubten Halbgötter wohnen traf er Elvis (King of Rock'n'Roll) und entschied sich spontan den Rest seiner Tage mit der besten Jamsession der Welt zu verbringen.

Ich verneige mich in Ehrfurcht vor den Königen! Mögen sie ewig leben!
D.S.


Samstag, 27. Juni 2009

Soon

"Soon there will be nothing where there never was anything."

- Samuel Beckett

Donnerstag, 25. Juni 2009

Wissenssendungen

Zuerst ein Geständnis: Ich liebe öffentlich-rechtliche Medien. Niemand macht im deutschsprachigen Raum besseres Fernsehen als Sie. Das ist noch nicht so viel gesagt, denn auch das Öffentlich-Rechtliche hat noch viel Raum zur Verbesserung.

Die Spielart dieser Form der Medienproduktion mit der wir uns heute beschäftigen wollen heisst "Wissenssendung" oder so. Insgesamt scheinen mir Sendekonzepte wie Mit offenen Karten (Arte) die besten zu sein (knapp, klar, kompetent, sachlich). Doch meinst ist die Plattform der Wissensvermittlung eher als Bühne für eine seltsame Gruppe von Menschen: WissenssendungsmoderatorInnen. Das Binnen-I, das zu bekämpfen Pflicht eines jedes aufrechten Bürgers ist, ist hier allerdings durch die penetrante politische Korrektheit gerechtfertigt die oft von diesen Leuten ausgeht: Nano (3sat), Willi wills wissen, Kopfball, Quarks & Co, W wie Wissen (alles ARD) vermitteln so gut wie garkeine Informationen dafür allerdings umso mehr, wie toll sich die jeweiligen Präsentatoren selbst finden.
Vermutlich ist das Problem, dass sich nahezu alle dieser Sendungen an Zuschauer unter 3 Jahren richten. Kann man keine Sendungen produzieren die sich an ein (geistig und moralisch) erwachsenes oder wenigstens jugendliches Publikum wenden?

Die einzigen die gekonnt und wenig aufdringlich eine positive Einstellung zum Leben und zur Welt vermitteln, sind die Maus und der Elefant (ARD).

Immer wissbegierig,
D.S.

Dienstag, 23. Juni 2009

Eine Geschichte von unendlich vielen

Man müsste doch, unter all den theoretisch erzählbaren Geschichten eine finden können sein, die alle glauben können. Das wäre zumindest mal ein Anfang.

D.S.

Samstag, 20. Juni 2009

Juli Zeh ist eine blöde Schlampe

Ich muss zugeben, dass ich die Schriftstellerin Juli Zeh nicht sonderlich mag; vermutlich wäre es das beste, sie einfach zu ignorieren. Trotzdem habe ich neulich, als sie im „Philosophischen Quartett” auftrat, eine ganze Stunde lang meinen Fernseher beschimpft; das mache ich ab und zu, es ist fast ein kleines Ritual geworden. Das Thema hieß „Zeitenwende” oder so ähnlich, es ging um die Frage, ob eine Gesellschaft, die an gar nichts mehr glaubt, ohne Wirtschaftswachstum weiterbestehen kann – keine überflüssige Frage, aber leider auch eine gute Gelegenheit, jede Menge Unsinn zu verbreiten (wie das bei Fragen eben so ist).

Dabei ist Juli relativ hübsch und hatte ein geschmackvolles Oberteil an – soweit gab es also keine Probleme. Doch dann fing sie an zu reden. Und was sie zu sagen hatte, war liberal, schlecht und falsch. In ihrem Weltbild gibt es anscheinend jede Menge glücklicher kleiner Individuen, die gerne glücklich miteinander Zeit verbringen, weshalb ihnen Wachstum auch nicht so wichtig ist. Eine gemeinsame Identität oder ein Ziel in ihrem Zusammenleben brauchen sie auch nicht; eigentlich brauchen sie fast gar nichts. Aber es gibt auch eine dunkle Macht, die diese Harmonie permanent bedroht: den Staat. Dieser erfindet große Lügen wie „Atomisierung”, „Isolation” und „Egoismus”, um die Individuen zu verängstigen, zu uniformieren und in den nächsten Krieg zu hetzen. Sein weitaus größtes Ziel scheint aber zu sein, das fröhliche Sexualleben seiner Untertanen zu zerstören (zumindest tut er das in Julis neuem Roman).

Kurz, die ohnehin schon hohe Arschlochquote im deutschen Fernsehen stieg noch einmal beträchtlich. Warum ausgerechnet Juli? Sie wohnt auf dem Land und hat einen Zukunftsroman geschrieben, den sie allem Anschein nach selber nicht verstanden hat, das wars aber auch schon (ob sie Sloterdijk den Schwanz gelutscht hat? Oder lächelte er sie nur so komisch an, weil er sich sowieso toll findet?).
Ansonsten machten die drei alten Männer in der Runde allerdings ein eher trauriges Bild; ihre Thesen von Zusammenhalt und Identifikation waren auf eine fast rührende Art total von Gestern. Juli dagegen freute sich einfach, „dass es keine Grenzen mehr gibt”. Was soll man darauf noch sagen? Man hätte ihr wirklich ein paar Ohrfeigen geben sollen.
Rüdiger Safranski hätte die Gelegenheit gehabt, er saß ihr direkt gegenüber.

T. H.

Dienstag, 16. Juni 2009

Warten auf Gott...


Vor über einer Woche wurde dafür gebetet, dass ich von höchster Stelle ein Zeichen erhalte, das mich überzeugt Gott zu huldigen. Leider blieben die Folgen bis jetzt aus, obwohl ich aufmerksam war und auf derart himmlische Unterhaltung schon lange warte.
Natürlich könnte ich die Unruhen im Iran als Zeichen des Wirkens des christlichen Gottes interpretieren, aber wenn Er dort tatsächlich seine Finger im Spiel hat, erwarte ich mindestens Blitze die vom Himmel schiessen oder andere Wunder. Er sollte sich ein Beispiel an Dr. Manhatten nehmen. Der hat in Vietnam schliesslich auch innerhalb weniger Tage aufgeräumt.

Auf amüsante Zeichen hoffend,
D.S.

Montag, 15. Juni 2009

Göttliche Fügung

Heute habe ich einen Witz über den Iran gehört. Er geht so:
Der Berater des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad kommt am Wahlabend in dessen Büro gestürmt. "Herr Präsident", ruft er, "Herr Präsident! Stellen Sie sich vor: Mussawi hat 51 Prozent der Stimmen bekommen!"
"Wie ist das möglich!?" ,brüllt Ahmadinedschad. "Wir haben doch die Hälfte aller Wahlurnen manipuliert, wir kontrollieren sämtliche Medien, wir haben hunderte von Oppositionellen eingesperrt! Außerdem kämpfen wir für die Sache Gottes! 51 Prozent! Was soll ich jetzt nur tun!"
"Keine Sorge", antwortet der Berater. "Sie, Herr Präsident, haben über 60 Prozent."
Wir bleiben am Ball.
T. H.