Freitag, 8. Januar 2010

Abschied

Nach dem letzten Eintrag vom 8. Dezember 2009 habe ich einen Monat darüber nachgedacht, was man noch schreiben kann. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass spätestens damit alles gesagt ist. In ungefähr 200 Posts habe ich versucht meine Sicht der Dinge darzulegen. Mal mehr, mal weniger gelungen habe ich jedoch insgesamt geschrieben, was ich zu schreiben hatte. Nun habe ich nichts mehr. Falls die Muse mich wieder unsittlich berühren sollte, werde ich mir Mühe geben, den Funken in der einen oder anderen Form an euch weiterzugeben.

Ich hoffe ich konnte euch amüsieren und vielleicht das eine oder andere Mal zum Nachdenken angeregt zu haben.
Jetzt fällt mir nichts mehr ein. Es ist zu Ende. Jetzt liegt es an euch.

Zum Schluss noch einmal M. Houellebecq:
"Dem Leben in all seinen Formen eine Alternative zu bieten, eine ständige Opposition gegenüber dem Leben, eine ständige Zuflucht vor dem Leben zu sein: Das ist die höchste Mission des Dichters auf dieser Erde."

Auf Wi(e)dersehen,
D.S.

Dienstag, 8. Dezember 2009

Fearful Symmetry

Dr. Malcolm Long: "I looked at the Rorschach blot. I tried to pretend it looked like a spreading tree, shadows pooled beneath it, but it didn’t. It looked more like a dead cat I once found, the fat, glistening grubs writhing blindly, squirming over each other, frantically tunneling away from the light. But even that is avoiding the real horror. The horror is this: In the end, it is simply a picture of empty meaningless blackness. We are alone. There is nothing else."

Freitag, 4. Dezember 2009

Mit Geld zur Weisheit

„Denn unter allem, was in Brauch ist bei den Menschen, erwuchs so schlimm nichts wie das Geld! Dies zerstört selbst Städte, dies treibt Männer aus von Hof und Herd; dies lehrt und verkehrt den rechten Sinn der Menschen, üblem Tun sich zuzuwenden.“
Sophokles

"Lack of money is the root of all evil."
George Bernard Shaw

Um herauszufinden, wer nun recht hat braucht man Geld. Viel Geld. Momentan jedoch hat Shaw meine vollste Zustimmung.

Pecunia non olet!
D.S.

Montag, 30. November 2009

Kiffen im Minarett mit Kriegswaffen

Gestern hat die kleine Schweiz weltweit grosse Schlagzeilen produziert: Der Souverän (im Fall Helvetia: das Volk) hat beschlossen keine als Minarette getarnten Raketen der islamischen Weltverschwörung zwischen seinen Bergen stationieren zu lassen.
Das urban-linksliberale Milieu ist entrüstet (Quelle: Meine Facebook-Freunde, Tagi). Da hat man sich grosszügig gezeigt und den Pöbel wählen lassen - man ist ja direkt und demokratisch - und dann stimmt er einfach falsch! Geradezu eine Frechheit, findet der Student und geht prompt dagegen demonstrieren.
Auch wenn sich alle beschweren, die Schweiz ist sich in dieser Frage treu geblieben. Ob Frauenwahlrecht oder EU, die Schweiz macht nicht gleich bei jeder Schnapsidee mit, nur weil es alle anderen machen. Dieser Umstand macht die Schweiz zu einer verlässlichen und gemütlichen Nation. Direkte Demokratie ist gerade deshalb so nett, weil mit ihr political correctness nicht ganz so stark auf die Entscheidungsfindung einwirkt wie in Parteidemokratien. Leider muss man dann auch die ein oder andere Fehlentscheidung, wie die Nichtlegalisierung von Cannabis hinnehmen.
Wenn den Schweizern nicht passt: Direkte Demokratie abschaffen und eine riesige Minarettbong auf dem Bundesplatz rauchen. Das wäre auch ein Beitrag für den Weltfrieden.

Apropos Weltfrieden und noch so eine schlechte Idee: Verbot von Export von Kriegsmaterial. Zum Glück für den Wirtschaftsstandort Schweiz auch abgelehnt! Die Hoffnung, wenn man den Leuten keine Waffen mehr verkauft hören sie auf sich gegenseitig auf die Fresse zu geben, hätte einzig und allein zu weniger Einnahmen geführt. Die Schweiz produziert eines der besten Sturmgewehre der Welt! Den Kriegstreibern das wegzunehmen würde nur zu mehr Kollateralschäden durch weniger Präzision führen. Hoch lebe die Direkte Demokratie!

D.S.

Edit: Ich hätte einen Vorschlag für Schweizer Muslime: Einfach als Raketen (=Kriegsmaterial) getarnte Minarette neben die Moschee stellen. So einfach geht's...

Sonntag, 29. November 2009

Die guten Seiten des Krieges

Franz Josef Jung ist endlich aus der Regierung entfernt worden! Diese Pappnase war jahrelang Verteidigungsminister, dann Arbeitsminister und jetzt ist er gottseidank weg!
Das Ereignis, das ihm zum Verhängnis wurde, ist natürlich in höchstem Grade albern. Wer in Afghanistan gegen Taliban kämpft, tötet Zivilisten; das lässt sich kaum vermeiden. Die Taliban sind keine reguläre Armee, sondern "Freiheitskämpfer" oder "Terroristen" oder was auch immer. In einem solchen Low Intensity Conflict ist die Zahl der zivilen Opfer nun mal recht hoch.
Ein Gutes hatte der Tod der 142 Afghanen: Ein Volltrottel der Bundesregierung wurde durch eine heisse Schnecke ersetzt. Um diese richtige Entwicklung zu feiern, habe ich eine Idee zur künftigen Verwendung Jungs im Swat-Tal skizziert:

D.S.

Sonntag, 22. November 2009

Tote Armee Fraktion

Nach dem Sehen des Films Der Baader Meinhof Komplex (2008) stehen drei Wahrheiten fest:

1. Aust/Edel/Eichinger verfügen über keinerlei Orginalität, dafür versteht Bleibteu sein Handwerk.
2. Man kann über die RAF sagen was man will, die Falschen haben sie nicht getroffen.
3. "Ficken und Schiessen sind eine Sache!"

Rotfront und Gottes Gruss!
D.S.

Montag, 16. November 2009

Kein Geschmack

Heute stelle ich euch Must-Have-Accessoire für den postmodernen Menschen von Welt vor:
Nihilist Flavorless Mints sind lutschbarer Ausdruck des Verlusts von onthologischen Nullpunkten, Religion und moralischem Gerüst in einem. Ob an der Universität (Naturwissenschaften oder empirische Sozialforschung), an einer Demo ("Ich bin dagegen!") oder in der Kirche (Gratis Wein und lecker Jesus-Chips): überall trägt der Lutscher sein leeres Herz auf der Zunge.
Eine dezente Süsse, dominiert von einem Hauch von Nichts mit ohne Abgang sorgt für das wohlige Gefühl, man hätte einen Kieselstein im Mund, der sich dem gegenwärtigen Geschmack in Mund und Zeitgeist perfekt anpasst, ohne dabei eine eigene Charakteristik zu entwickeln.
Immer passend, immer geschmacklos. Genau wie dieser Blog.

D.S.